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Bluegrass & Country Musik in Dresden
Mach Mit!


Willkommen bei Bluegrass & Country-Musik in Dresden

Erlebe die Tradition des Bluegrass

Du spielst ein Instrument? Du interessierst dich für Bluegrass oder möchtest singen? Wir laden dich herzlich ein, an einer unserer Bluegrass Jam-Sessions teilzunehmen. Wir freuen uns, dich kennenzulernen.

Unsere Angebote: Jam-Sessions, Unterricht & mehr

In unserem Session-Kalender findest Du Informationen zu unseren Veranstaltungen, Workshopterminen und Bluegrass in Dresden.

Hier findest du auf den nächsten Seiten …
Beiträge über verschiedene Instrumente, Unterricht für das Banjo, Bluegrass NEWS, Basteltipps, Workshops einen String-O-Mat, Spielanleitungen und Tabulaturen. Neues und Bekanntes. Gerne veröffentlichen wir auch deinen Beitrag über das Thema Bluegrass.

Was wir gerne erreichen möchten:
Das Projekt ddBluegrass bringt Bluegrass-Musiker in und um Dresden in informellen Jam-Sessions und offenen Workshops zusammen – mit dem Ziel, Interresierten leichte Zugänge zur akustischen Musiktradition zu ermöglichen und lokale Vernetzung zu stärken. 
Die kostenfreien Veranstaltungen bieten Praxis, musikalische Anleitung (z.B. für Banjo, Gitarre, Mandoline) sowie Raum für künstlerischen Austausch.

Projektziele
1. Förderung regionaler Musikpraxis im Bereich akustische Musik. Aufbau eines offenen, niedrigschwelligen Angebots für Musikerinnen und Musiker in Sachsen mit Schwerpunkt auf traditionelle musikalische Stile (z.B. Bluegrass, Old-Time-Musik). 

2. Vernetzung von Musiker und Musikerinnen im ländlichen Raum und in strukturschwachen Regionen. Aufbau und Stärkung eines lokalen Netzwerks aus Musikerinnen, Lernenden und Veranstalterinnen durch regelmäßige Jam-Sessions und Workshops. 

3. Kulturelle Teilhabe und musikalische Bildung. Vermittlung grundlegender musikalischer Fähigkeiten an Anfänger ohne Vorkenntnisse – unabhängig von Alter oder sozialem Hintergrund. 

4. Erhalt und Sichtbarmachung musikalischer Nischenkulturen. Sichtbarmachung und kreative Weiterentwicklung der Bluegrass-Tradition in einem neuen regionalen Kontext. 

5. Digitale Plattform zur nachhaltigen Projektwirkung. Aufbau und Pflege einer Online-Plattform (www.ddbluegrass.de) zur Ankündigung von Terminen usw.

Nachhaltigkeit
Das Projekt ddBluegrass setzt auf kulturelle und soziale Nachhaltigkeit. Durch kostenfreie, regelmäßige Jam-Sessions und Workshops entstehen langfristige Vernetzungsstrukturen für Musiker und Musikerinnen in der Region. 
Die Teilnehmenden werden ermutigt, sich selbstorganisiert weiter zu engagieren. Der Fokus auf traditionelle akustische Musik (z.B. Bluegrass, Folk, Blues ..) trägt zum Erhalt kultureller Ausdrucksformen bei.

Wenn du uns unterstützen möchtest, klick bitte hier. Danke!

NEWS

Traditional Appalachian Dance 👣


Clogging, Flatfoot und Buck Dance

Wenn von traditioneller Musik aus den Appalachen die Rede ist, denkt man meist zuerst an Fiddle, Banjo oder Mandoline. Doch genauso wichtig wie die Musik selbst ist der Tanz, der seit Jahrhunderten untrennbar mit ihr verbunden ist. Drei besonders prägende Tanzformen sind Clogging, Flatfoot und Buck Dance – allesamt rhythmische Solo- oder Gruppentänze, bei denen die Füße selbst zum Percussion-Instrument werden.

Clogging – Rhythmus für die Gruppe

Clogging ist vermutlich der bekannteste traditionelle Tanz der Appalachen. Ursprünglich entstand er aus einer Mischung verschiedener europäischer Tanztraditionen – darunter irische, schottische und englische Step-Dances – die von Einwanderern in die Berge der amerikanischen Ostküste gebracht wurden.

Typisch für Clogging ist das Tanzen in Gruppen oder Reihen, oft synchron zur Musik. Die Tänzer tragen meist Schuhe mit Metall-Taps, wodurch jeder Schritt einen klaren, perkussiven Klang erzeugt. Moderne Clogging-Formen sind häufig choreografiert und werden bei Festivals, Wettbewerben oder Community-Events aufgeführt.

Historisch wurde Clogging aber oft einfach bei lokalen Tanzabenden zu Old-Time-Musik getanzt – ganz ohne Bühne, mitten im Publikum.

Flatfoot – der Groove aus dem Boden

Flatfooting ist enger mit der ursprünglichen Old-Time-Musikszene verbunden. Anders als beim Clogging steht hier der individuelle Rhythmus im Vordergrund.

Flatfoot-Tänzer bleiben meist dicht am Boden – daher der Name. Die Schritte sind weniger hoch und spektakulär, dafür aber stark auf Groove und Timing ausgerichtet. Häufig improvisieren Tänzer direkt zur Fiddle- oder Stringband-Musik und reagieren spontan auf den Rhythmus der Band.

Bei vielen traditionellen Jam-Sessions oder Festivals kann man noch heute beobachten, wie einzelne Tänzer neben der Bühne oder direkt auf dem Holzfußboden tanzen und so eine zusätzliche rhythmische Ebene zur Musik beitragen.




Buck Dance – Solo-Rhythmus mit Tradition

Der Buck dancing ist die wohl älteste der drei Formen und wird meist solo getanzt. Der Tänzer improvisiert komplexe rhythmische Figuren mit Füßen und Fersen – oft als persönliche Interpretation eines Tunes.

Historisch hatte der Buck Dance auch Einflüsse afroamerikanischer Tanztraditionen, was in der rhythmischen Struktur und der improvisierten Form deutlich wird. In vielen Gegenden der Appalachen entwickelte sich daraus eine sehr persönliche Tanzsprache – ähnlich wie ein Musiker seinen eigenen Stil entwickelt.

Tanz als Teil der Musik

In der traditionellen Old-Time-Kultur war Tanz nie nur Begleitung – er war "Teil der Musik selbst". Die perkussiven Schritte der Tänzer erweiterten den Rhythmus der Band und machten aus einer einfachen Jam-Session ein gemeinsames Erlebnis.

Wer einmal eine Stringband spielt hören und gleichzeitig Flatfoot-Tänzer auf einem Holzboden erleben durfte, merkt schnell:
Der Groove kommt nicht nur von den Instrumenten er kommt auch aus den Füßen.

Gerade deshalb gehören Clogging, Flatfoot und Buck Dance bis heute zu den lebendigen Traditionen der Appalachian Music – und sind ein faszinierender Teil der Kultur rund um Old-Time- und Bluegrass-Musik.

👣Viele Videos dieser Tänze findet man auf Festivalaufnahmen aus den Appalachen – besonders von Old-Time-Events wie der Clifftop Appalachian String Band Music Festival, wo Musik und Tanz traditionell Hand in Hand gehen.

Einblick in die Welt der Bluegrass-Musik

Wenn du möchtest, bekommst du hier einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt der Bluegrass-Musik. Los geht's!

Die Wurzeln des Bluegrass reichen weit zurück und wurden stark von Einwanderern aus Irland, Schottland und England geprägt. Diese Menschen siedelten sich vor allem in den ländlichen Regionen der Appalachen im Osten der USA an. Ihre Volkslieder spiegelten den einfachen, aber intensiven Alltag wider: Geschichten über das Landleben, über Freude, Trauer, Arbeit und Abenteuer. Viele dieser Erzählungen fanden später Eingang in die Bluegrass-Texte – mit Bezügen zu historischen Persönlichkeiten wie Daniel Boone, William Augustus oder den Cherokee-Indianern, deren Erlebnisse durch die Musik lebendig gehalten werden.

Bluegrass-Musik lebt von Tempo, Vielfalt und einer besonderen Dynamik. Sie ist alles andere als starr – vielmehr wird jede Melodie von Musiker:innen individuell interpretiert. Das macht jede Darbietung einzigartig. Wenn ein Stück beispielsweise mit einem Banjo beginnt, klingt es oft spannend und erzeugt Vorfreude. Sobald die Gitarre und Mandoline einsteigt, nimmt die Musik noch einmal Fahrt auf. Mit dem Einsatz von Kontrabass und Geige entsteht schließlich ein energiegeladenes Zusammenspiel, bei dem jeder Mitspieler seine Virtuosität zeigen kann. Für den Bluegrass – da bin ich mir sicher – wurden die Achtelnoten ♪♪♪♪ erfunden!

Zu den prägenden Persönlichkeiten des Genres zählen unter anderem Bill Monroe, der als Vater des Bluegrass gilt, sowie das legendäre Duo Lester Flatt & Earl Scruggs. Auch Ralph und Carter Stanley haben mit ihren melancholisch-warmen Stimmen Maßstäbe gesetzt. In der jüngeren Geschichte ist vor allem Alison Krauss mit ihrer Bühnenpräsenz und ihrem einzigartigen Geigenspiel hervorzuheben.

Ein besonders heller Stern am modernen Bluegrass-Himmel ist Molly Tuttle. Sie begeistert mit außergewöhnlicher Gitarrentechnik, eindrucksvollen Songs und einer klaren Stimme. Ebenso beeindruckend sind ihre Mitmusiker:innen von der Band Golden Highway, die alle zur Weiterentwicklung und Lebendigkeit dieser traditionsreichen Musikrichtung beitragen.
(update 05.2025 Golden Highway: Mehrere ihrer Bandkollegen von der Golden Highway Band sind dieses Jahr mit eigenen Projekten unterwegs, vor allem Fiddler Bronwyn Keith-Hynes und Bassist Shelby Means. Sie haben die letzten dreieinhalb Jahre mit Tuttle verbracht.)

Ob traditionell oder zeitgenössisch interpretiert – Bluegrass ist und bleibt lebendig, überraschend und zutiefst menschlich.

Möchtest du das 5-String Banjo lernen?
Hier findest du weitere Informationen zum Unterricht für das Banjo.
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