Regionale Jams statt Großfestival In vielen Gegenden verlagert sich die Szene stärker auf regelmäßige Jams (Kneipen, Kulturzentren, private Runden). Besonders aktiv sind derzeit Norddeutschland, NRW, der süddeutsche Raum und Dresden. Auffällig ist: neue Gruppen entstehen oft rund um eine feste Session – damit ist das wichtigste Ziel der Session erreicht.
Workshops mit Fokus Ensemble-Spiel Statt Solotechnik stehen vermehrt Timing, Backup und gemeinsames Arrangieren im Mittelpunkt. Das spricht vor allem alle Spielende an, die jam-sicher werden wollen.
🇳🇱 Niederlande & 🇧🇪 Belgien
Kleine, aber gut vernetzte Szene Die Benelux-Länder punkten mit kurzen Wegen und starker internationaler Durchmischung. Jams sind meist offen für Gäste, oft englischsprachig moderiert und gut für Einsteiger geeignet.
🇬🇧 Großbritannien & Irland
Bluegrass trifft Folk-Tradition Viele Sessions liegen nah an der Folk-Szene, was zu spannenden Überschneidungen führt. Bluegrass-Jams sind eher song-orientiert und weniger „Break-getrieben“, dafür sehr ensemble-bewusst.
🇸🇪 🇳🇴 🇫🇮 Skandinavien
Hoher Qualitätsanspruch Skandinavische Bluegrass-Musikerinnen u. Musiker fallen durch präzises Zusammenspiel und sauberes Timing auf. Viele kommen aus Musikschulen oder Folk-Studiengängen, was den Sessions einen konzentrierten, aber freundlichen Charakter gibt.
Europäischer Trend
Community vor Karriere In Europa steht weniger der Profianspruch im Vordergrund als:
gemeinsames Spielen
Verlässlichkeit in Jams
langfristige Gruppenbildung
Das macht die Szene besonders attraktiv für Einsteiger und Fortgeschrittene.
🎼 Wer ist Sierra Hull?
Sierra Hull ist eine US-amerikanische Bluegrass-Musikerin, Singer-Songwriterin und vor allem eine virtuose Mandolinistin. Sie gilt als eine der führenden akustischen Musikerinnen ihrer Generation. Sie stammt ursprünglich aus Byrdstown, Tennessee, und begann sehr früh mit der Musik. Bereits als Kind lernte sie, Mandoline zu spielen, und trat bei lokalen Jam-Sessions auf. Mit elf Jahren stand sie bereits auf bedeutenden Bühnen wie dem Grand Ole Opry und arbeitete mit ihrer Mentorin und Wegbegleiterin Alison Krauss zusammen.
Im Laufe ihrer Karriere hat sich Hull als Musikerin etabliert. In ihrer Musik verbindet sie sowohl traditionelle Bluegrass-Elemente als auch moderne akustische Einflüsse. Sie hat mit zahlreichen Größen der Szene zusammengearbeitet und auf prestigeträchtigen Bühnen gespielt, darunter die Carnegie Hall, das White House Easter Egg Roll und viele große Festivals.
🏆 Auszeichnungen & Anerkennung vor 2025
Mehrfach ausgezeichnet wurde sie bei den International Bluegrass Music Association (IBMA) Awards – als erste Frau überhaupt, die diesen Preis mehrfach gewann. Ihre früheren Alben Weighted Mind (2016) und 25 Trips (2020) brachten ihr bereits Grammy-Nominierungen ein. Dies ist ein Zeichen dafür, dass ihre Songs und ihre künstlerische Vision über die reine Instrumental-Perfektion hinaus Anerkennung finden.
Diese Erfolge zeigen, dass Hull seit vielen Jahren sowohl in der Fachwelt als auch in der Musikszene respektiert und gefeiert wird.
Im Jahr 2025 veröffentlichte sie ihr viertes Studioalbum A Tip Toe High Wire – diesmal unabhängig und ohne großes Label im Rücken. In Interviews betonte sie, dass dieser Schritt ein bewusster Wunsch nach künstlerischer Freiheit war. Sie wollte ohne äußere Einmischung die Musik machen, die ihr am Herzen liegt. Die Songs des Albums vereinen traditionelle Bluegrass-Wurzeln mit frischen Arrangements und innovativen Einflüssen.
🏅 Grammy-Nominierungen 2026
Bei den 68. Grammy Awards (für Leistungen im Jahr 2025) wurde Sierra Hull zum ersten Mal vierfach nominiert, und zwar in folgenden Kategorien:
1. Best Bluegrass Album
A Tip Toe High Wire – nominiert Anerkennung für ihr gesamtes Album als herausragende Bluegrass-Produktion.
2. Best American Roots Song
Spitfire – nominiert Eine ihrer originellsten Kompositionen, gewürdigt für Songwriting und lyrische Kraft.
3. Best Americana Performance
Boom – nominiert Vielfalt in ihrer Musik: Diese Kategorie ehrt herausragende Leistungen im Americana-Bereich.
4. Best Instrumental Composition
Lord, That’s a Long Way – nominiert Ein rein instrumentales Stück, das ihr Können als Komponistin und Instrumentalistin ins Rampenlicht rückt.
Diese vier Nominierungen markieren einen Meilenstein in ihrer Karriere, nicht nur als technische Meisterin ihres Instruments, sondern als komplette Künstlerin – Songwriterin, Performer und kreative Gestalterin moderner akustischer Musik.
Hull selbst sagte in Interviews, sie sehe diese Nominierungen als Ermutigung und Bestätigung ihres Weges, nicht unbedingt als Verpflichtung oder Erwartung, zu gewinnen – sondern als Wertschätzung dessen, was sie künstlerisch geleistet hat.
Sierra Hull ist weit mehr als „nur“ eine brillante Mandolinistin. Ihre vier Grammy-Nominierungen 2026 markieren einen Höhepunkt einer stetig wachsenden Karriere, die Tradition und Innovation auf einzigartige Weise verbindet. Sie ist ein Vorbild für junge Musiker:innen, die technische Exzellenz mit persönlicher künstlerischer Vision vereinen wollen – und ein Beweis dafür, dass akustische Musik auch im 21. Jahrhundert lebendig, relevant und kreativ sein kann.
Fundstücke der Woche
Liebe Bluegrass-Freundinnen und -Freunde, auch in dieser Woche haben wir wieder ein paar spannende Fundstücke für euch – diesmal rund um Banjo, traditionelle Spielweisen und ihre Verbindung zum Bluegrass.
🪕 My Banjo World – ein vielseitiger Banjo-Fundus Die Seite My Banjo World von Janet Burton ist eine wahre Schatzkiste für alle, die sich für die Wurzeln und Spielarten des Banjos interessieren. Ob Clawhammer, Old-Time oder traditionell geprägte Arrangements – hier finden sich zahlreiche Tunes, Tabulaturen und Hintergrundinfos, die auch für Bluegrass-Musikerinnen und -Musiker hochinteressant sind.
Tunes & Tabs mit historischem Bezug Besonders spannend: Viele der dort gesammelten Stücke stammen aus der Old-Time-Tradition, die das Fundament für den späteren Bluegrass gelegt hat. Wer verstehen will, wo Bluegrass herkommt – melodisch, rhythmisch und kulturell – findet hier reichlich Material zum Stöbern, Lernen und Weiterentwickeln.
Neue Anregungen für Übung & Jam Die regelmäßig vorgestellten Tunes eignen sich nicht nur zum Solo-Üben, sondern lassen sich auch gut als Inspiration für Bluegrass-Arrangements, Jam-Sessions oder Bandprojekte nutzen. Alte Melodien neu gedacht – ganz im Sinne lebendiger Tradition.
🔗 Weiterführende Links & Ressourcen My Banjo World verweist außerdem auf viele weitere nützliche Seiten, Archive und Communities rund um Banjo, Fiddle-Tunes und traditionelle Musik – ideal, um den eigenen musikalischen Horizont im Bluegrass-Kontext zu erweitern.
ddBluegrass-Gedanke: Bluegrass lebt vom Austausch zwischen Tradition und Weiterentwicklung. Ein Blick über den Tellerrand – etwa in Richtung Old-Time und Clawhammer – kann das eigene Bluegrass-Spiel nachhaltig bereichern.
Dünen Grass – Bluegrass von der Ostseeküste
Ein Gespräch mit der Bluegrass- und Acoustic-String-Band
Wer in den Sommermonaten an der Ostseeküste unterwegs ist, hat vielleicht schon einmal das Vergnügen gehabt, „Dünen Grass“ live zu erleben. Die sechsköpfige Band bringt Bluegrass, Country und Folk auf die Bühnen der Ostseebäder – und das mit einer Energie und Spielfreude, die sofort ansteckt.
„Wir spielen Bluegrass so, dass er auch für europäische Ohren geeignet ist und beim Publikum ‚geländegängig‘ ankommt“, erklärt Sänger und Gitarrist Tobias Gillner im Gespräch. „Viele wissen anfangs gar nicht, was Bluegrass eigentlich ist – aber nach dem Konzert kommen sie begeistert zu uns und bedanken sich.“
(Foto: Mit freundlicher Genehmigung Dünen Grass)
Vom Duo zur sechsköpfigen Band
Begonnen hat alles 2008 mit Thorsten Scheel (Mundharmonika, Mandoline, Gesang) und Tobias Gillner (Gitarre, Gesang). Beide überzeugten schon damals durch ihren harmonischen, zweistimmigen Gesang. Torsten kannte „Struppi“ Thomas Struppe aus alten Zeiten und mit seinem Banjo wurde erst mal kräftig Country-Musik gemacht. Weitere Musiker kamen dazu und im Jahr 2017 wechselte die Stilrichtung. Joachim Paetsch, der bis dahin die Pedal-Steel-Gitarre spielte, wechselte zur Dobro. Die Besetzung wurde komplett mit Andreas an der Geige und Konrad am Kontrabass.
Diese Instrumentierung – Gitarre, Banjo, Mandoline, Dobro, Geige und Bass – ist wie geschaffen für die Bluegrass-Musik.
Inspiration und Repertoire
Musikalisch orientiert sich „Dünen Grass“ an Größen wie Blue Highway oder Eric Clapton, dessen Version von „San Francisco Bay Blues“ ebenfalls zum Repertoire der Band gehört. Weitere Einflüsse sind Bluegrass-Größen wie Sam Bush, Jerry Douglas, Alison Krauss & Union Station und viele andere. Jeder in der Band bringt eigene Songideen mit, und wenn das Stück allen gefällt, wird es geprobt und beim nächsten Auftritt live präsentiert.
Klassiker wie Sunny Side of Life oder Fox on the Run fehlen dabei selten im Programm. Doch egal, ob bekannte Titel oder weniger bekannte Bluegrass-Perlen – alles wird konsequent live und akustisch gespielt.
„Wir machen handgemachte Musik – ohne Effekte, ohne Playback, nur mit unseren Stimmen und Instrumenten“, betonen die Musiker.
Musik zwischen Strand und Sturm
Die meisten Auftritte führen „Dünen Grass“ zu den Kurverwaltungen der Ostseebäder. Dort sorgt die Band regelmäßig für musikalische Höhepunkte im Kulturprogramm. Und auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt, wird gespielt: „Wenn es regnet, holen wir die Gäste einfach mit auf die Bühne – so nah ist man seinem Publikum selten“, erzählt Thorsten Scheel lachend.
Leidenschaft im harten Musikgeschäft
Alle Musiker haben noch einen richtigen Job, denn von den Gagen allein können die wenigsten Musiker in Deutschland wirklich leben. Die Gagen decken in der Regel nur die Fahrtkosten und einen Teil der Technik. Doch das tut ihrer Begeisterung keinen Abbruch – im Gegenteil: „Wir machen das, weil wir diese Musik lieben“, sagt Tobias. „Solange das Publikum Spaß hat, applaudiert und die Musik mag, machen wir weiter.“
👉 Dünen Grass – ehrliche, handgemachte Musik von der Ostsee. Sechs Musiker, sechs akustische Instrumente, mehrstimmiger Gesang – Bluegrass in seiner schönsten Form.
Die Herbstfärbung ist Bluegrasszeit
Im Oktober 2025 fand das diesjährige Adiaha’s Bluegrass Camp in Aschau statt – ein musikalisches Highlight, das die Bluegrass-Community jedes Jahr aufs Neue begeistert.
Das Camp bietet eine bunte Mischung aus Aktivitäten:
Geführte Jam-Sessions – gemeinsames Musizieren unter Anleitung erfahrener Musikerinnen und Musiker.
Scratch Bands – sogenannte „zusammengekratzte“ Bands: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden am ersten Tag zu vollständigen Bluegrass-Besetzungen (Bass, Gitarre, Mandoline, Banjo, Fiddle, Dobro sowie Lead- und Harmony-Gesang) zusammengestellt und erarbeiten gemeinsam ein kleines Repertoire.
Workshops, Repair-Shop, Flohmarkt und Ausstellungen ergänzen das Programm und machen das Camp zu einem echten Treffpunkt für Bluegrass-Fans aus ganz Deutschland und darüber hinaus.
Die aktiven Musiker von ddBluegrass, Hendrik Sikkema und Lutz Dreyer, waren in diesem Jahr in Aschau mit dabei. In mehreren Scratch Bands vertraten sie ddBluegrass und zeigten unser sächsisches Mitwirken an der Bluegrass-Szene.
Es ist schön zu sehen, wie sich immer mehr interessierte Musikerinnen und Musiker finden, um gemeinsam zu spielen – und wie auch im nicht-professionellen Bereich Großes entstehen kann.
Das Projekt ddBluegrass steht für kulturelle und soziale Nachhaltigkeit. Ein Bluegrass Camp wie in Aschau zeigt eindrucksvoll, wie private Initiative, Gemeinschaft und die Freude an der Musik zu etwas ganz Besonderem werden.
coloRadio Dresden: 98,4 und 99,3 MHz, Mo-Fr: 18-23
Im vergangenen Jahr vermeldeten wir aktuelle Radioaktivitäten unseres Freundes und Musikjournalisten Mario Wildner. Er hat seine Sendungen für den Gorbitzfunk aus organisatorischen Gründen inzwischen eingestellt und produziert ab sofort Countrysendungen für das Medienkulturzentrum Dresden. Da Redaktion und Studio im ehemaligen Kohlekraftwerk Mitte beheimatet sind, werden in der Debütsendung eine Stunde lang Coal Mining Songs, selbstverständlich mit Bluegrass-Anteil, zu hören sein. Gesendet wird auf den Frequenzen von coloRadio (98,4 und 99,3 MHz) jeden ersten Sonntag im Monat ab 18 Uhr. Nach den Coal Mining Songs am 5. Oktober werden am 2. November die Stile der Countrymusik vorgestellt. Neben Western, Cajun, Bakersfield Sound und Tex Mex wird natürlich auch wieder Bluegrass zu hören sein.
Wie viele Banjo-Bauer gab es in der Vergangenheit?
Große Namen in der Banjo-Geschichte
Das Banjo hat eine lange und bunte Geschichte – und ebenso vielfältig sind die Hersteller, die über die Jahrzehnte seinen Klang geprägt haben.
Schon im späten 19. Jahrhundert gab es in den USA wahre „Banjo-Boomjahre“. Marken wie S. S. Stewart, Fairbanks oder Vega setzten damals Maßstäbe in Bauqualität und Design. In den 1920ern kamen klangstarke Jazz-Modelle von Paramount oder Bacon & Day hinzu, während in Großbritannien Firmen wie Windsor den Markt bestimmten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Gibson eine führende Rolle – besonders im Bluegrass. Ab den 1970ern brachten Hersteller wie Deering, Stelling und Ome frischen Wind ins Geschäft. Auch japanische Marken wie Ibanez oder Kasuga bauten hervorragende Instrumente, die heute Sammlerwert haben.
Insgesamt gab es in den vergangenen 150 Jahren wohl 30 bis 40 wirklich namhafte Hersteller – jeder mit eigenem Charakter, Klang und Geschichte. Für uns Spieler bedeutet das: Wer ein Banjo sucht, hat die Wahl zwischen einer spannenden Vielfalt an Tradition und Innovation.
ca. 1870–1898 S. S. Stewart USA Einer der ersten großen Qualitätsbauer
1880–1904 Fairbanks (später Fairbanks & Cole) USA Innovativ, später von Vega übernommen
1880er–1930er Windsor UK Marktführer in England
ab 1890 Lyon & Healy (Washburn) USA Große Bandbreite an Banjos
1890er–1930er Orpheum (Rettberg & Lange) USA Beliebt im Ragtime/Jazz
1920–1930er Paramount USA Jazz-Banjo-Standard der 20er
1920–1940er Bacon & Day USA Hochwertige Jazz- und Tenor-Banjos
1904–1970er Vega USA Bluegrass- und Old-Time-Klassiker
1916–2011 Gibson USA Legendär im Bluegrass
1946–1970er Framus Deutschland Viele Tenor- und 5-String-Banjos
1970–2022 Stelling USA Präzise, laute Profi-Banjos
1960er–1980er Ibanez, Kasuga, Iida Japan Hochwertige Kopien & Eigenmodelle
1975–heute Deering USA Größter aktueller Hersteller
ab 1970er Ome USA Open-Back- und Bluegrass-Banjos
Die Banjobauer von ↗North Carolina: Vergangenheit und Gegenwart
Arthur Hatfield & Hatfield Banjos
Leider habe ich heute eine sehr traurige Nachricht erhalten: Der berühmte Banjo-Bauer Arthur Hatfield ist verstorben. Das ist ein großer Verlust für die Banjo- und Bluegrass-Community.
Ich besitze seit einigen Jahren ein Banjo von Arthur, das mein Leben auf jeden Fall verändert hat. Arthur war ein netter und ehrlicher Mensch. Ich erinnere mich an eine Begebenheit. Vor einiger Zeit bestellte ein Kunde bei Arthur eine Brücke und zahlte per Vorkasse. Leider machte Arthur zu dieser Zeit eine schwere Phase durch, da seine geliebte Frau Beverly verstorben war. Danach konnte er sich nicht mehr an den Namen des Kunden erinnern und setzte die gesamte Community in Bewegung, um die Brücke an den Mann oder die Frau zu bringen. Er galt als absolut ehrlich und zuverlässig. An dieser Stelle senden wir unser Beileid an die Hinterbliebenen und trauern mit ihnen. Robert BB
Greg Rich über Banjos und das Ende von The Music Link
Update:
Seit *August 2025 hat St. Louis Music (SLM) die globalen Vertriebsrechte für Recording King übernommen, inklusive Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung. Das bedeutet, dass SLM – ein großer amerikanischer Musikinstrumenten-Distributeur (u. a. Alvarez Guitars) – für die weltweite Verfügbarkeit und Weiterentwicklung der Marke verantwortlich ist; die Fertigung erfolgt weiterhin über Lohnfertigung in Asien.
11. Juli 2025 – Der bekannte Banjo-Bauer Greg Rich hat sich im Interview mit Bluegrass Today zum überraschenden Aus von The Music Link geäußert – dem Unternehmen hinter Recording King und The Loar.
Rich war zuvor bei Gibson tätig, wo er in den späten 80er-Jahren die Mastertone-Serie neu belebte. Später gründete er mit Mark Taylor Rich & Taylor, eine neue Banjo-Marke.
Bei The Music Link leitete Rich seit 2005 das Produktdesign und entwickelte Instrumente mit. Am 7. Juli 2025 wurde das Unternehmen jedoch geschlossen – alle Mitarbeitenden wurden entlassen.
Als Ursache nennt Rich Managementfehler und eine schwierige Marktsituation. Neue US-Zölle auf Importe aus China hätten zusätzlich Druck erzeugt – vor allem im Bereich günstiger Einsteiger-Instrumente.
Trotz allem will Rich weitermachen: Er plant, Instrumente zu bauen und sein Wissen weiterzugeben – etwa in Form von Gravur- und Fingerboard-Malerei-Kursen.